Faszination Griechenland: Vielfalt auf dem Wasser
Griechenland – Land der Inseln. Inseln üben eine besondere Faszination auf uns Segler aus, und Griechenland ist damit reich gesegnet. Mehr als 2000 sind es. Dazu kommen das milde Klima, eine Vielzahl von Revieren mit unterschiedlichem seglerischen Anspruch, der allgegenwärtige historische Boden und das unbeschreibliche Licht. Nirgendwo im Mittelmeer strahlt die Sonne heller, wirken Häuser, Kirchen und Windmühlen weißer und das Meer blauer. All das macht Griechenland zu einer der beliebtesten Charterdestinationen im Mittelmeer. Die drei großen griechischen Segelreviere sind: Das Ionische Meer, die Kykladen und der Dodekanes. Dazu kommt noch die Inselgruppe der Sporaden.
Praktische Segeltipps für Griechenland
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Anlegemanöver "Römisch-Katholisch":
In den meisten griechischen Häfen gibt es keine Muringleinen oder Fingerstege. Man legt römisch-katholisch mit Buganker und Heckleinen an der Pier an. Ein gut einfahrbarer Buganker und ein eingespieltes Team an der Ankerwinde sind Gold wert.
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Hafen- & Ankergebühren:
Im Vergleich zu Ländern wie Kroatien oder Italien sind die Gebühren an städtischen Kais in Griechenland oft extrem günstig (häufig nur wenige Euro pro Nacht). Marinas mit komplettem Service gibt es seltener, sind dann aber teurer.
Das Ionische Meer
Das Ionische Meer an der griechischen Westküste gilt zu Recht als Einsteiger- und Familienrevier. Lefkas, Kephallinia und im Süden Zakynthos schatten den Kern des Gebietes gegen das offene Meer ab und und bilden mit dem Festland eine Art 20 Kilometer breites Binnenrevier, mit sanften Winden, einer üppig grünen Inselwelt, geschützten Ankerbuchten mit hellen Stränden und kleinen Fischerhäfen mit gemütlichen Tavernen.
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Charakter:
Sanft, grün, sehr geschützt. Ideal für Familien, Einsteiger und entspanntes Inselhopping mit kurzen Etappen. -
Highlights:
Korfu, Paxos, Lefkada, Ithaka (die Heimat von Odysseus) und Kefalonia. Die berühmte Smuggler’s Cove auf Zakynthos. -
Wind:
Zuverlässige, thermische Brise (Maistros), die mittags moderat auffrischt (3–4 Bft) und abends meist wieder einschläft.
Die Kykladen (Zentrale Ägäis)
Die Kykladen gelten als die Königsdisziplin der griechischen Segelreviere und faszinieren durch ihren urtypischen Ägäis-Charakter: Strahlend weiße Dörfer, azurblaues Meer und karge, spektakuläre Insellandschaften bilden die Kulisse für unvergessliche Törns.
Inseln wie Mykonos, Santorini, Paros und Naxos bieten eine Mischung aus mondänem Flair, antiker Kultur und unberührter Natur.
Doch das Revier fordert seinen Tribut: Der im Sommer vorherrschende Meltemi weht hier besonders kraftvoll (oft mit 6 bis 8 Windstärken), was den Archipel zu einem traumhaften, aber auch anspruchsvollen Revier für erfahrene Crews und sportliche Segler macht. Wer sich der Herausforderung stellt, wird mit atemberaubenden Segeltagen, klarem Wasser und dem echten Kykladen-Zauber belohnt.
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Charakter:
Das klassische Griechenland-Postkartenmotiv (weiße Häuser, blaue Kuppeln). Landschaften teils karg und spektakulär. Für erfahrene Crews. -
Highlights:
Mykonos, Santorini, Paros, Naxos und die einsameren "Klinen Kykladen". -
Wind:
Achtung Meltemi: Von Juni bis September bläst der trockene Nordwind teils mit 6–8 Bft über mehrere Tage. Bietet sportliches Segeln, fordert aber eine vorausschauende Törnplanung.
Der Dodekanes (Südost-Ägäis nahe der Türkei)
Der Dodekanes im südöstlichen Teil der Ägäis fasziniert durch seine gelungene Kombination aus verlässlichem Sommerwind, geschichtsträchtiger Kulisse und einer außergewöhnlich langen Segelsaison
Unter Segeln zeigt sich das Revier sportlich und vielseitig: Der stetig aus Nordwest wehende Wind sorgt für zügiges Vorankommen, während geschützte Buchten und hervorragend ausgestattete Häfen entspannte Zwischenstopps garantieren
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Charakter:
Viel Sonnenschein, lange Saison, Mischung aus griechischer und osmanischer Geschichte. -
Highlights:
Kos, Rhodos, Symi (traumhafter Neoklassizismus-Hafen) und Patmos. -
Wind:
Konstant aus Nordwest. Tipp für Törnverlauf: Zuerst nach Norden aufkreuzen, um den Rückweg entspannt mit Raumwinden zu genießen.
Die Nördlichen Sporaden (Nordwest-Ägäis)
Die Nördlichen Sporaden im Nordwesten der Ägäis bezaubern durch ihre dicht bewaldeten, tiefgrünen Inseln und das türkisblaue, geschützte Wasser
Die grüne Kulisse von Skiathos und Skopelos – bekannt als Schauplatz des Films Mamma Mia! – trifft hier auf unberührte Naturräume wie den einzigartigen Meeresnationalpark rund um Alonnisos
Mit ihrer Mischung aus idyllischen Ankerplätzen, Pinienwäldern, die bis ans Ufer reichen, und traditionellen Fischerdörfern sind die Sporaden das perfekte Revier für Segler, die den typisch ägäischen Charme suchen, ohne sich extremen Winden auszusetzen
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Charakter:
Dicht bewaldet, grün, ruhiger als die Kykladen. -
Highlights:
Skiathos, Skopelos (bekannt aus Mamma Mia!) und der Meeresnationalpark rund um Alonnisos. -
Wind:
Moderater Meltemi. Perfekt für Segler, die ägäischen Flair suchen, aber den extremen Wind der Kykladen meiden möchten.